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Was ist und was kann ein Macintosh-Emulator für Amiga oder Pegasos?
Was braucht man für die Macintosh-Emulation?
Die Installation der Emulatoren
Die Installation des MacOS
Sie fragen - Mr. Fusion antwortet
Mit einem Macintosh-Emulator wird die Hardware eines Amiga oder Pegasos dazu in die Lage versetzt,
das Betriebssystem eines Macintosh direkt auszuführen, und damit auch Programme, die eigentlich für das
Macintosh-betriebssystem geschrieben wurden, auszuführen. Der Vorteil von Amiga und Pegasos ist, dass
sowohl Macintosh, als auch Amiga/Pegasos eine vergleichbare Hardware verwenden: Beide Rechner haben ihre Wurzeln bei
Prozessoren der 68k-Reihe von Motorola, und verwenden heute PowerPC®-Prozessoren von Motorola und IBM.
Früher hatte der Amiga als Besonderheit seine Custom-chips, die ihn allerdings in vielen Dingen dem Macintosh
überlegen machten. Heute werden für Sound und Grafik Standardbauteile verwendet, Peripherie ist ohnehin mehr
oder weniger identisch. Da sich die Hardware also sehr stark ähnelt, bietet sich eine Emulation geradezu an: Programme
für das MacOS können praktisch ohne Geschwindigkeitseinbußen im Vergleich zu einem Mac mit gleichem Prozessor
ausgeführt werden. Aus diesem Grund hat man schon sehr früh angefangen, entsprechende Emulatoren für den
Amiga zu entwickeln.
Erste Versuche waren die Hardware-Lösungen Amax und Emplant, bei entwickelt durch Jim Drew. Diese Hardware ist natürlich
in jeder Hinsicht überholt, ist aber aus zwei Gründen dennoch interessant: Sie wird von den moderneren Emulatoren
unterstützt, sie bringen ein Rom mit, das ist aus lizenzrechtlichen Gründen bei 68-Amigas sehr interessant, außerdem
bieten sie Schnittstellen zum Anschluss von alter Macintosh Hardware. Bei Amigas mit PowerPC Prozessor oder beim Pegasos sind
diese Erweiterungen natürlich uninteressant, nicht zuletzt weil man sie im Pegasos oder AmigaOne gar nicht einbauen kann, vor allem
aber auch, weil a) das MacOS ab Version 9 gar kein Rom mehr benötigt, und b) Apple schon seit Jahren von den eingens
entwickelten Schnittstellen abgegangen ist. Heute heißen die Anschlüsse beim Mac USB und Firewire, beides auch beim
Amiga heute kein Fremdwort mehr.
Fusion ist der wohl beste Emulator für Apple-Macintosh Computer mit einem Prozessor aus der Familie der Motorola 68000er.
Genauer gesagt: Es wird ein Prozessor ab dem 68020 benötigt. Fusion ist nicht nur für den
Amiga zu haben, auch eine PC-Version war eine Zeitlang erhältlich. Leider ließ sie sich bei mir unter Windows XP
nicht mehr starten. Fusion ist aber mehr als nur ein Emulator, es ist ein Port, um das MacOS auf dem Amiga zum laufen zu bekommen.
Dies schließt natürlich die volle Hardwareeinbindung mit ein, das heißt auch Diskettenlaufwerke, CD-Roms, Drucker,
analoge Joysticks, SCSI-Geräte wie Scanner, CD-Brenner, Zip-Laufwerke etc. können praktisch ohne Einschränkungen genutzt werden!
Dies wird nicht etwa mit Geschwindigkeitseinbußen erkauft, im Gegenteil: Durch die überlegene Hardware des Amiga (gegenüber den 68k-Macs)
bekommt man so den schnellsten 68k-Mac aller Zeiten! (Vorausgesetzt, der Amiga hat die entsprechende Ausstattung). Fusion kann verschiedene Macs emulieren, vom
alten SE30 bis hin zum Quadra 950. Dies macht durchaus Sinn, da alte Software zum Teil nicht dazu zu bewegen ist, auf neueren Macs zu laufen. Eine Geschwind
igkeitseinbuße hat man dadurch nicht, ein Amiga mit einem 68060/50 MHz bleibt ein solcher und wird nicht zum 68EC030 mit 25 MHz degradiert. Die
Kompatibilät zu den echten Macs ist so hoch, daß sogar das neue MacOS, System 8, verwendet werden kann! Sogar der virtuelle Speicher kann genutzt
werden, dies war mit anderen Emulatoren bislang nicht möglich. Selbst mit einem Prozessor vom Typ 68060 funktioniert, im Gegensatz zum echten Mac, der
virtuelle Speicher!
Sinngemäß gilt dies auch für die Emulatoren "Shapeshifter" und "Basilisk" von Christian Bauer. Auf die Unterschiede werde ich später eingehen.
Auch wenn Jim Drew immer behauptet hat, dass der Code von Shapeshifter und Basilisk aus der Software für die Hardware-Emulatoren Amax und Emplant
geklaut sein soll, so gebührt Christian Bauer der Verdienst, dass er Mac-Emulation durch seinen kostenlosen Emulator auf dem Amiga zum
"Breitensport" gemacht hat. Immerhin hatte er bewiesen, dass die Hardware eigentlich nur ein besserer Dongle ist, und eine Emulation sehr wohl auch
ohne zusätzliche Hardware möglich ist. Da inzwischen auch Fusion auf verschiedenen Cover-CDs gratis abgegeben wurdem
ist der Streit heute wohl rein rhetorisch. Eine Klage wurde immerhin nie eingereicht.
Absolutes Minimum für alle Emulatoren auf 68k-Prozessor-Basis ist 8 Mb Ram, damit kann aber nur System 7.1.2. gestartet werden. Empfehlenswert ist mindestens 16 MB Ram.
Auch wenn in den Anleitungen mancher MacOS Versionen steht, daß ein Betrieb nicht mit Turbokarten möglich ist, so gilt das nur für echte
Macs, nicht für den Amiga!
Unverzichtbar ist entweder ein CD-ROM Laufwerk, oder ein HD-Diskettenlaufwerk, da sonst das Betriebssystem nicht
installiert werden kann. Ein HD-Diskettenlaufwerk ist sehr zu empfehlen, da aus Hardwaregründen der Amiga nicht die alten Macintosh 800 K Disketten lesen kann.
Abgesehen davon wird es wohl kaum noch Software auf diesen Disketten geben. Ferner sollte man Fusion einiges an Platz auf der Festplatte gönnen. Obwohl man
mit einem Hardfile von nur 1,5 Mb Größe eine minimale Bootpartition erstellen kann, wird man damit nichts anfangen können, da man dort ja dann
kein anderes Programm unterbringen kann. Ferner reicht eine derartige Mini-Installation wirklich nur zum booten, sonst für nicht viel. Unter 40 Mb würde
ich gar nicht anfangen, es empfiehlt sich, eine eigene Partion oder eine eine eigene Festplatte für Fusion anzuschaffen. Diese sollte bei den heutigen Preisen im
allerschlechtesten Fall 100 Mb Größe haben. Für die Emulation eines Powermacs gelten natürlich ganz andere Maßstäbe. Heutzutage dürften jedoch
mindestens 256 Mb Ram und mindestens 8 Gb Platz auf der Festplatte kein Problem mehr darstellen.
Mac-Emulation war somit noch nie bescheiden, aber wer noch immer seinen
unaufgerüsten A 500 benutzt, ist es selber Schuld. Welches PC-Programm begnügt sich schon auf einem 286er? Als Entschädigung steht einem nach der erfolgreichen
Installation eine ganz neue Softwarewelt zur Verfügung: MS-Word, Excel, Internet-Explorer, Mozilla, iTunes, Photoshop, QuarkXPress, und und und... Da kann
mehr sagen, der Amiga gehört zum alten Eisen. Und das schöne: Man muß nicht auf die Amiga-Programme verzichten. Und wenn man sich am Amiga mal wieder
über irgendwas geärgert hat, schaut man sich das MacOS an und sieht: Es gibt erheblich schlechtere Betriebssysteme als das AmigaOS ;-)
Eine ganz wichtige Sache fehlt noch: Das Rom-Image. Es handelt sich hierbei um ein auf einem echten Mac ausgelesenes Rom, welches ganz einfach auf Diskette (MS-DOS formatiert,
sonst kann der Amiga oder PC sie nicht lesen!) kopiert wird. Ohne dieses Rom-Image ist der Betrieb des Emulators auf 68k-Systemen nicht möglich. IFusion und MoL brauchen hingegen
kein Rom-Image mehr, zumindest dann nicht, wenn neuere Betriebssystemversionen verwendet werden.
Verwendet werden kann fast jedes Rom aus einem Mac II (z.B. Mac IIci, Performa 630, Quadra 840 - 850, Powerbooks 140 - 190 ), es kann 256 kb (nur Fusion, nicht Shapeshifter oder Basilisk!)
(weniger empfehlenswert), 512 kB oder 1024 kB groß sein. Mehr zum Romimage weiter unten unter Installation von Fusion. Roms aus PowerMacs sind unbrauchbar, da diese Rechner einen
PowerPC haben, und die neuen Emulatoren dieses Roim nicht mehr brauchen!! Hinweis: ein Rom-Baustein vom Apple-Ersatzteilservice hilft nicht weiter, wo sollte man es auch einbauen?
Die Minimalanforderungen noch mal in Kürze:
Empfohlene Minimalkonfiguration
Normalerweise sollte die Installation der Amiga-Emulatoren mit dem
installer keinerlei Probleme bereiten. Sollte dies doch der Fall sein, empfehle ich das in Form eines Amiga-Guide Textes mitgelieferte Handbuch zu lesen. Leider kann, und vor allem darf
ich an dieser Stelle keine weiteren Tips zu Fusion geben. Die Installation von MoL ist wesentlich heikler. Eine
ausführliche Beschreibung folgt.
Das eigentliche Problem beim 68k-Amiga ist die Beschaffung des Rom-Images. Wer bereits einen anderen Mac-Emulator verwendet, kann das Rom-Image rüberkopieren und i.d.R.
weiterverwenden. Natürlich kann ich nicht dazu raten, einfach danach zu googlen, denn das wäre verboten. Also rate ich davon ab dies zu tun!
Es wird sowohl mit Fusion, als auch mit anderen Emulatoren ein hervorragendes Tool mitgeliefert, um aus einem echten Mac das Rom auszulesen. Legal ist dies natürlich nur, wenn man den
dazugehörigen Rechner auch besitzt. Dies macht durchaus Sinn, da man gebrauchte 68k-Macs teilweise für deutlich unter 10 EUR kaufen kann! Und ein Amiga 4000 mit 68040 oder gar 68060
ist ein vielfaches schneller als der echte Mac :-)
Auf keinen Fall werde ich hier Rom-Images weitergeben! Anfragen sind somit zwecklos!
Die Installation des Mac-Betriebssystems bereitet wohl den meisten Erstbenutzern eines Mac-Emulators Probleme. Weder das Handbuch zu Fusion, noch die Handbücher zu den jeweiligen Betriebssystemversionen geben hierüber erschöpfend Aufschluß.
Es kann grundsätzlich jedes Betriebssystem ab System 7.1. bis einschließlich System 8.1. auf 68-k-Macs verwendet werden, auf PowerMacs kann jedes System ab 7.5.3 (davon ist abzuraten!) bis hin zu MacOS X, Version 10.3 (Jaguar) verwendet werden. Ab System 8.5 läuft MacOS nur noch auf dem PowerPC! Zu empfehlen ist grundsätzlich em 7.5. kann kostenlos upgedatet werden bis auf System 7.5.5.. Verwendet werden können sowohl die Disketten-, als auch die CD-ROM Versionen. Alle Emulatoren sind in der Lage direkt von der CD-Rom zu booten! Bei MoL ist dies jedoch nicht ganz ohne, eine besondere Seite zu MoL erscheint später.
System 7.1., bzw. der letzte Update auf System 7.1.2 kommt nur in Frage, wenn man es kostenlos zum ausprobieren da hat, sowie einen Amiga mit einem Kleinstprozessor
(kleiner als 68030) hat, oder nur über sehr wenig Ram (weniger als 16 Mb) verfügt. Ernsthaft empfehlen kann man System 7.1.2. heute nicht mehr.
System 7.5., in der letzten Version 7.5.5., ist schon deswegen
interessant, weil es kostenlos bei Apple auf dem FTP-Server zu bekommen ist, sowie auch mit einem 68060 (im Gegensatz zu neueren Betriebsystemversionen) stabil funktioniert. Unter System 7.5.5. läft fast alles an
Software, was überhaupt noch auf 68K Macs läft. Ferner ist System 7.5.5. nicht allzu speicherhungrig, schon mit 16 Mb kann
man vernünftig arbeiten. Durch Fusion werden auch Prozessoren vom Typ 68060 unterstützt, damit wird der Amiga zum schnellsten 68k-Mac aller Zeiten.
System 7.6, bzw. in der letzten Version 7.6.1. war als Zwischenlösung zu System 8 für nicht einmal ein Jahr im Handel. Nur wenige Mac-User haben den Wechsel mitgemacht, da System 8 bereits angekündigt war.
Kaum jemand war bereit, ca. 250,-- DM auszugeben, um ein halbes Jahr später System 8 zu kaufen. Aus diesem Grund ist auch kaum Software für dieses System optimiert worden. Einige Programme, die eigentlich für
System 8 gedacht sind, laufen allerdings bereits auf System 7.6.1.. Viele Details sind in System 7.6 gegenüber System 7.5.5. verbessert worden, so ist z.B. ein erheblich schnellerer virtueller Speicher vorhanden. Die
Verbesserungen wurden allerdings mit mehr Platzbedarf auf der Festplatte, sowie mehr Bedarf an echtem Ram erkauft. MacOS 7.6.1 ist das neueste System, welches auf dem 68030 eingesetzt werden kann.
Nicht verschwiegen werden soll allerdings, daß System 7.6 häufiger Schwierigkeiten mit dem 68060 macht. Es wird mindestens ein 68030 benötigt, ein "Krüppelprozessor", wie der 68EC030 funktioniert nicht,
da er keine MMU hat.
System 8.1 ist das letzte Betriebssystem für Macs mit 68k-Prozessor. Es ist das stabilste Betriebssystem, das für den 68k-Prozessor veröffentlicht wurde. System 8 benötigt
mehr Platz auf der Platte und braucht noch mehr Speicher (16 Mb Ram und mindestens 20 Mb virtuellen Speicher, besser noch: alles als echten Ram! Es wird mindestens ein 68040 benötigt! Zu finden ist es z.B., bei ebay für
wenige Euros. Trotzdem: die Verbesserungen sind gravierend (etwa vergleichbar mit dem Sprung von AmigaOS 2.0 zu 3.0). Wer einen Prozessor vom Typ 68060 sein eigen nennt, sollte unbedingt Fusion 3.1 benutzen! Unter Fusion 2.0
gibt es bei System 8.x massive Probleme! Wer einen 68040 hat, ist hiervon nicht betroffen.
Für welches System man sich entscheidet, hängt somit ganz vom Einzelfall ab. Zusammengefasst in Kürze: Wer einen
68060 verwendet, sollte besser bei System 7.5.5. bleiben, bei einem 68040 gibt es keine bessere Wahl als System 8.0 oder neuer. System 7.6. kommt nur dann in Betracht, wenn man es geschenkt bekommt. Und wer weniger als 16 Mb Ram
hat, sollte zuerst seinen Amiga aufrüsten bevor man über Mac-Emulation nachdenkt.
Allen Betriebsystemversion gemein ist, daß sie einen mehr oder weniger schlechten Installer haben. Sie mögen zwar viel bunter sein als der Amiga-Installer, nur taugen tun die Mac-Installer nicht viel. Doch dazu noch
mehr.
Erster Schritt (68-K-Emulatoren!): Der Emulator ist konfiguriert, eine Partition oder ein Hardfile ist ausgwählt, die Installation kannbeginnen. Nach dem Start von Fusion wird sich der noch "jungfräuliche" Mac mit einem grauen
Bildschirm melden, auf dem ein Diskettensymbol zu sehen ist. Nun legt man entweder die CD-ROM mit dem Betriebssystem ein, oder, falls das System auf Disketten geliefert wurde, die Diskette "Dienstprogramme" (in englischen Systemen
"Disktools") ein. Nach kurzer Wartezeit (CD-ROM) oder nach einer Ewigkeit (Diskette) meldet sich der Mac mit einem kleinen "lächelnden Mac". Auf diesen folgt ein Fenster mit der Inschrift "Willkommen". Auf dieses folgt wiederum
ein weiteres Fenster mit einem Fortschrittsbalken. Nachdem nun endlich das System geladen wurde, meldet sich ein Requester, in dem darauf hingeweisen wird, daß die "Diskette" nicht gelesen werden kann. Logisch, da die Mac-Partition
(oder Hardfile) noch nicht formatiert wurde. In Mac-Sprache heißamen, den die Platte mal haben soll, eingeben, dann muß man auf "initialisieren" klicken! Wenn man auf "Fortfahren" klickt, wird der Vorgang abgebrochen! Also
aufpassen!
Zweiter Schritt: Das Betriebssystem kann jetzt installiert werden werden. Bei der CD-ROM Version wählt man den entsprechenden Punkt auf der CD-ROM an, falls man gerade erst mit Diskette seine Platte formatiert hat,
wählt man aus dem Menuepunkt "Spezial" "ausschalten" (Nicht wirklich ausschalten, sondern nur die Emulation softwaremässig über das MacOS!) und startet dann den Mac mit der Diskette "Install 1" (oder so ähnlich).
Jetzt wird`s spannend: unbedingt "manuelle Installation" auswählen! In dem Installer (Mac-Deutsch = "Aktualisierer") von System 7.5. ist dieses Punkt noch sofort zu sehen, bei Sytem 7.6. ist dies etwas verwirrend: Es muß
"anpassen" und "Optionen" ausgewählt werden, dannche Punkte wählt man aus? Ganz, ganz wichtig ist, daß man den "Systemordner für alle Macintosh", auf keinen Fall den "für diesen Macintosh" auswählt!!! Der Amiga
ist nun mal kein Macintosh, die Installation wird unweigerlich fehlschlagen!!! Bei allen anderen Punkten muß man schon selber mitdenken, da sich die verschiedenen Betriebssystemversionen voneinnander unterscheiden können. So macht
es wenig Sinn, irgendwelche Powerbook-Zubehöre zu installieren, auch die Mac-Druckertreiber dürften nutzlos sein, insofern man nicht über eine Emplant-Hardwareerweiterung verfügt, mit der solche Drucker überhaupt
angeschlossen werden können. Also Drucker weglassen. Ferner kann alles weggelassen werden, was irgendwelche Mac-Hardware, wie Nubus (sowas wie ZorroIII ;-) ), PCI oder den TV-Tuner anspricht, im Amiga jedoch nicht vorhanden ist. Nachdem
man also alles richtig ausgewät hat,dauert es wenige Minuten, von Disketten kann es eine Stunde dauern. Also vorher den Kaffee (oder Tee, je nach Gelüsten)aufsetzen.
Vierter Schritt: Mit der Installation ist die Sache keineswegs
erledigt: Wie man beim Installieren womöglich festgestellt hat, hat der dusselige Installer doch tatsächlich den ganzen Krempel mitinstalliert, den man doch eigentlich gar nicht haben wollte. Dies macht nicht nur die Platte ganz
unnötig voll, es führt mit 99%er Wahrscheinlichkeit zum Absturz des System. Was nun machen? Oben unter "Spezial" "Neustart" auswählen und den Finger auf der Leertaste schweben lassen. Nach dem Fenster mit der Inschrift
"Willkommen", sobald das Fenster mit dem Fortschrittsbalken erscheint, zudrücken. Es sollte nach einiger Zeit ein Fenster erscheinen, mit dem die Systemerweiterungen abgeschaltet werden können. Bei manchen Versionen funktioniert der
"Trick" mit der Leertaste nicht, dans muss "Shift" gedrückt werden. In diesem Fall werden alle Systemerweiterungen beim Start abgeschaltet. Unbedingt entsorgt gehören alle Powerbook-Komponenten, die Energiesparfunktionen, und alle
TV-Tuner-Komponenten, selbst dann, wenn der Amiga eine TV-Karte hat!!!! Unter System 7.6.x. friert der Mac dann immer noch ein, erst nachdem Appleshare und die Desktopdruckerfunktionen (wird ohnehin nicht gebraucht) deaktiviert sind, geht`s.
Wo wir gerade bei Drucker sind: Diese können auch getrost deaktiviert werden, sofern keine Emplant-Hardware zum Anschluss eines Apple-Druckers vorhanden ist. Mac-Drucker nutzen einen seriellen Port, Drucker an Amiga und PC den Parallelport.
USB gibt es nur beim PowerMac. Es werden somit zusätzliche Druckertreiber benötigt.
Fertig, der Mac sollte nun bis zum ende booten können. Achtung, das ganze Spiel geht bei jedem Systemupdate von vorne los!
Hinweis: Unter MacOS 7.6. und 7.6.1. muß AppleShare abgeschaltet sein, da die mitgelieferte Version von
Apple Share den Rechner einfrieren lässt.
Unter System 8.0 gibt es dieses Problem nicht mehr. Die Installation von Sytem 8 und das Update auf 8.1 verursachte bei mir keine Probleme. Man sollte nur darauf achten, dass man die Version für alle Mac installiert.
Es empfiehlt sich, ein Hardfile mit der Größe 1,5 Mb anzulegen. Auf dieses wird der Inhalt der Diskette "Dienstprogramme" kopiert. Sollte es mal Probleme mit der Partition geben, ist der Mac von diesem Hardfile aus wesentlich schneller gestartet als von der Diskette!
Im Internet gibt es an verschiedenen Stellen sogenannte Bootfiles, eigentlich zum Betrieb mit einem anderen Shareware-Macemulator bestimmt. Diese können zwar mit einigen Umwegen auch unter Fusion zu laufen gebracht werden, dies ist jedoch
nicht zu empfehlen, da es sich hierbei um veränderte, speziell auf den o.g. Emulator angepasste, Systemversionen handelt.
Eine solche Installation ist unsauber und führt über kurz oder lang zu Problemen! Ganz abgesehen davon, daß es illegal ist diese Bootfiles zu benutzen, wenn man nicht das entsprechende Betriebssystem besitzt. Und wenn man es besitzt,
warum sollte man dann diese vielen Megabytes an Daten aus dem Web saugen? System 7.6 ist etwa 70 Megs groß, das Bootfile nur ca. 15 Megs. Es fehlt also zwangsläufig einiges. Wer eine Minimalinstallation zum testen von Fusion braucht, sollte
sich beim Mac-Händler seines Vetrauens die Diskette "Dienstprogramme" kopieren lassen. Davon kann immerhin gebootet werden, sogar manche Programme laufen damit.
Ich werde hier weder Bootfiles, noch Diskimages verbreiten
oder weitergeben. Anfragen sind zwecklos! Images gibt es zwar bei Apple auf der Homepage, allerdings bräuchte man dann eine funktionierende Installation zum Schreiben der Images.
Die Tips sind nach Stichworten geordnet. geordnet. Es kommen ständig weitere hinzu.
FrageDer Emulator erkennt meine CD-Roms nicht, bzw. will diese formatieren.
Antwort:Das MacOS erkennt normalerweise nur das Mac-eigene HFS-Format. CD-Roms für den Amiga oder PC werden erst erkannt, wenn die CD-Software von Apple installiert wurde. Hierbei werden die benötigten Treiber installiert. Achtung!
Insofern die CD-Rom-Funktion vom Emulator genutzt wird (dies ist die Regel, SCSI-direkt die Ausnahme!), sollte die CD-Rom Erweiterung deaktiviert werden. Amiga- und PC-CDs werden trotzdem noch erkannt, Probleme mit dem (nicht vorhandenen)
Apple-SCSI-Laufwerk werden vermieden.
Frage:Ich kann keine Audio CD`s abspielen
Antwort:Sofern die CD-Rom-Funktion verwendet wird, ist das eben so. Das Problem liegt darin begründet, daß über diese Funktion die CD-Rom praktisch als Wechselplatte behandelt
wird. Vorteile: Es werden keine besonderen Treiber benötigt, sogar IDE-CD-Romlaufwerke können genutzt werden. Abhilfe schafft hier nur die SCSI-direkt Funtion, es werden dann aber besondere Treiber benötigt. Diese gibt es (wenn man Glück
hat) beim Hersteller. Es gibt auch eine CD-Rom-Software käuflich bei Apple zu erwerben, mit dieser kann das CD-Rom dann u.U. auch gemounted werden. Unter MacOS X sollte sich dieses Problem erledigt haben.
Frage:CD-Rom über SCSI-direkt funtioniert nicht.
Antwort:Ist die CD-Rom-Funktion abgestellt? Wurde das Device richtig ausgewählt? Ist ein Treiber auf der MacOS-Seite vorhanden? Wenn alles zutrifft: Ist das CD-Rom-Laufwerk defekt?
Handelt es sich um ein IDE-Laufwerk? Wurde AmiCDROM verwendet? (Oft mit Phase 5 SCSI-Karten mitgeliefert) AMICDROM funktioniert nicht mit Fusion. Wer Probleme mit dem Treiber hat, sollte mal den Treiber aus System 7.6. verwenden. Dies ist z.B der einzige
Treiber, mit dem ich mein Cyberdrive 32x angesprochen bekommen habe!Was ist Crossmac und wird es für Fusion gebraucht?
Antwort: CrossMac ist ein Programm, ähnlich CrossDos, um Macintosh Disketten am Amiga zu lesen. Praktisch wenn man`s hat, aber für den Betrieb des Emulators vollkommen überflüssig. Selbstverständlich kann jeder Emulator Mac-Disketten
lesen, wobei zu beachten ist, dass Apple seit 1998 keine Diskettenlaufwerke mehr in Computer einbaut! Unter MacOS X habe ich so etwas nie ausprobiert! Achtung!Cross Mac und Fusion dürfen auf keinen Fall gleichzeitig benutzt werden!
Frage: Ich habe einen Catweazle-Controller, Fusion erkennt meine Disketten nicht.
Antwort: Catweazle behandelt Diskettenlaufwerke sozusagen als Wechselmedium, nicht als Floppy im klassischen Sinne. Um das Diskettenlaufwerk
nutzen zu können, muß der entsprechende Dosdriver im Fusion-Menue eingegebne werden. Hinweis: Fusion betrachtet das Laufwerk als Bootlaufwerk, welches an erster Stelle steht!
Frage:>Antwort:Beim Mac werden Drucker normalerweise seriell angesteuert, beim Amiga (und auch PC) jedoch parallel. Man braucht also auf der MacOS-Seite spezielle Treiber. Diese gibt es z.T. auf den FTP-Sites der Druckerhersteller oder auf den Sites von Händlern. Auf dieser Seite gibt es Treiber für den HP Deskjet und für Epson-kompatible Drucker. Bitte die Rubrik Mac Soft anwählen.
Tip: Die Einstellungen bei Fusion lauten für den Port A "Serial", als Device Driver sollte "serial.device" ausgewählt werden (für das Modem), unter Port B ebenfalls "serial", als Device Driver allerdings parallel.device!
Frage: Ich habe einen original Apple-Drucker, kann ich den auch nutzen?
REF="drucker.gif">hier. Garantie oder Schadenersatzansprüche werden von mir allerdings nicht anerkannt.
Frage:Ich habe eine Cybervision3D und einen Amiga mit Zorro II Schnittstellen. Ich verwende also auf Empfehlung von Phase 5 Enforcer. Fusion stürtzt dabei gelegentlich ab. Woran liegt`s?
Antwort: Sowohl Fusion, als auch Enforcer nutzen intensiv die MMU. Es kann, obwohl dies nicht der Fall sein dürfte, im Einzelfall Probleme mit der Adressierung geben. Schon mal ganz ohne Enforcer probiert? Auf meinem Mikronik A 1400 (den ich inzwischen verkauft habe,) lief`s.
Frage:Nach der erfolgreichen Installation des MacOS habe ich auf meiner Workbench ein Icon mit einer merkwürdigen Beschriftung. Dieses kann auch nicht angeklickt werden.
Antwort: Es handelt sich hierbei um die für das MacOS ausgewählte Partition. Das Icon kann auf fo
lgende Weise entfernt werden: Mit der HD-Toolbox wird die entsprechende Partition angewählt. Mit den erweiterten Optionen wird das eingestellte Filesystem (z.B. Fast File System) geändert auf "Custom File System". Dies wird mit O.K. bestätigt. Die HD-Tool-Box wird jetzt warnen, daß alle Dateien auf der Partition vernichtet werden. Dies ist eine Lüge! Er tut`s nicht! Das einzige was passiert ist, daß das Icon verschwindet, von Fusion wird die Partition nach wie vor erkannt (und es wurden keine Daten vernichtet!)
Frage: Ich nutze OT/PPP in Verbindung mit dem MacOS eigenem TCP/IP. Ich bekomme allerdings nur Verbindungen in`s Internet mit 19200 bps.
Antwort: Einer der vielen unschönen Dinge im MacOS. Ich empfehle das Freewareprogramm FreePPP. Damit kann die Modemgeschwindigkeit frei eingestellt werden. Der Fehler liegt in den Modemscripts: Diese befinden sich im Systemordner bei den Systemerweiterungen
. Sie können auch von Hand ediert werden, dann kann auch die Modemgeschwindigkeit frei eingestellt werden. Dies nur für den Fall, daß jemand unbedingt OT benutzen will.
Frage:FreePPP stürtzt beim auflegen immer ab
Antwort: unbedingt von Hand auflegen auswählen, dann sollte es klappen.
Frage:Die AOL-Software stürtzt während der Installation ab. Woran liegt`s?
Antwort: Die derzeitige AOL-Software hat einen Bug, sie funtkioniert unter manchen Betriebssystemversionen nicht im Zusammenhang mit einem 1024 KB ROM. Mit einem 512 kB ROM geht`s.
Frage:Netscape Communicator 4.x und Internet Explorer 4.x erscheinen mir sehr langsam
Antwort:Sie sind langsam! Versuch mal IBrowse oder Voyager (dazu muß auf die Workbench gewechselt werden ;-)
Achtung! Falls Fusion und IBrowse gleichzeitig laufen, kann es zu Abstürzen kommen.
Frage: Können Shapeshifter-Partitionen und Hardfiles weiterverwendet werden?
Antwort: Jein. Fusion ist in der Lage, eine unter Shapeshifter erstellte Partition zu mounten und sogar davon zu starten. Das Problem ist, daß Shapeshifter einen bestimmten Mac (Mac IIci) emuliert, Fusion jedoch eine ganze Palette von Geräten emulieren kann. Wird nun Fusion beispielsweise mit der Option "Quadra 950" gestartet, kann es pasieren, daß Teile des Betriebssystem überschrieben werden, bzw. benötigte Teile nicht vorhanden sind. Dies ist auch der Grund, warum die sogenannten Bootfiles, die im Internet als Raubkopie zu finden sind, nicht vernünftig funktionieren können. Die gleichen Probleme treten übrigens auch auf, wenn ich eine Festplatte aus einem echten Mac IIci ausbauen und in einen anderen Mac einbauen würde.
Es gibt nur eine Lösung: Man erstellt jeweils für Fusion und für Shapeshifter eine eigene Bootpartition.
Die Programme können sich auf einer weiteren Partition befinden (ohne Systemordner!!!), die dann von beiden Emulatoren genutzt werden kann.
Frage: Wie kann ich ein unter Shapeshifter erstelltes Hardfile nutzen?
Antwort:Beachte zunächst die weiter obenstehenden Hinweise!! Danach beachte folgende Schritte:
1. Erzeuge unter Fusion ein Hardfile mit beliebiger Größe wie das Shapeshifter Hardfile.
2. Benenne das Hardfile um, und gib dem Shapeshifter-Hardfile den Namen des Fusion Hardfiles.
3. Lösche das unter Fusion erstelle Hardfile.
4. Fertig. Fusion wurde überlistet.
Dies ist ganz bewußt so kompliziert gehalten, um Kompatibiltätsprobleme zu vermeiden! Es wird darauf hingewiesen, daß die Autoren von Fusion keine Haftung übernehmen und auch keinen Support für nicht ordnungsgemäszlig; installierte Software übernehmen!
Frage: Welches Rom s
ollte man nehmen?
Antwort: Bei einem 68030 oder noch langsameren Prozessoren sollte man ein 512 k Rom nehmen. Diese sind für diesen Prozessor optimiert. Auch bei einem 68040 oder 68060 kann ein solches Rom verwendet werden, im Gegenteil: Fusion ist mit diesem Rom deutlich schneller! Es gibt eine wichtige Ausnahme: System 8.0 oder besser funktioniert nur mit einem 1 Mb Rom. Achtung! Natürlich kann bei einem Amiga mit 68k-Prozessor kein Rom aus einem PowerMac verwendet werden. Dies gilt auch für die PC-Version von Fusion, da auch diese nur einen Mac mit 68k-Prozessor emuliert.
(Fortsetzung folgt...)